Als Unternehmer triffst du jeden Tag Entscheidungen. Viele davon sind klein und kaum der Rede wert: Welcher Kunde bekommt heute einen Rückruf? Welches Thema hat im Team Priorität? Welche Aufgabe erledigst du selbst, welche gibst du ab? Doch es gibt auch die Entscheidungen, die deutlich mehr Gewicht haben. Du überlegst, ob du investieren, einen Geschäftsbereich aufgeben, einen Mitarbeiter ersetzen oder vielleicht sogar dein Unternehmen verkaufen sollst. Und plötzlich ist es vorbei mit der Selbstverständlichkeit, mit der du sonst Entscheidungen triffst.
Genau an diesem Punkt erlebe ich bei vielen Unternehmern einen interessanten Widerspruch: Im Tagesgeschäft entscheiden sie schnell, übernehmen Verantwortung und erwarten es von ihren Mitarbeitern ebenso. Doch sobald eine Entscheidung das eigene Leben, das Unternehmen oder die Zukunft betrifft, beginnt das große Abwägen und Zaudern.
Auch eine Entscheidung, die du nicht triffst, ist eine Entscheidung
Was, wenn es die falsche Entscheidung ist? Was, wenn ich es später bereue? Was, wenn ich damit etwas verliere, das ich nicht zurückbekomme? Diese Fragen sind berechtigt. Allerdings sollten sie keinesfalls zu einer Hürde werden, die schier unüberwindbar wird. Denn auch eine Entscheidung, die du nicht triffst, kostet dich etwas. Du merkst es im Moment nur noch nicht.
Für viele Menschen fühlt es sich daher sicherer an, erst mal nicht zu entscheiden. Warum? Weil du dir so alle Möglichkeiten offenhältst. Zumindest scheinbar. Denn die Zeit arbeitet nicht automatisch für dich. Die wenigsten Probleme lösen sich von selbst. Sie werden nur zu anderen, nicht selten sogar größeren Themen.
Entscheide nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Du musst nicht jede Entscheidung sofort treffen. Gründliches Abwägen ist kein Zeichen von Schwäche. Bei weitreichenden Fragen ist das sogar notwendig. Doch irgendwann sollte deine Analyse ein Ende haben.
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