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Galeria ist zum vierten Mal pleite. Und Temu ist nicht schuld!

Anfang Oktober ging es Schlag auf Schlag. Erst hat Depot den Geschäftsbetrieb eingestellt. Kurz danach folgte Galeria mit dem vierten Insolvenzantrag in sechs Jahren.

Die Erklärungen kamen sofort: Kaufzurückhaltung, Zölle, Plattformen wie Temu. Klar, das alles setzt den Handel unter Druck. Doch dann frage ich mich: Warum behaupten sich andere Händler unter genau denselben Bedingungen?

Ich bin überzeugt: Eine Insolvenz beginnt nicht an der Kasse. Sie beginnt viel früher. Mit dem Stammkunden, der einfach nicht mehr kommt. Mit einem Sortiment, das austauschbar geworden ist. Mit Verkäufern, die Regale einräumen, statt zu verkaufen.

Mach beim nächsten Einkaufsbummel mal den Test: Spricht dich jemand an? Bekommst du eine Empfehlung, die dir kein Onlineshop gegeben hätte? Ich behaupte mal, dass das nicht passieren wird. Die Kunden sind nicht über Nacht verschwunden. Sie sind leise gegangen. Einer nach dem anderen.

Und das gilt längst nicht nur für den Handel. Egal, ob du Deko verkaufst, Maschinen oder Beratung: Weißt du, warum deine Kunden bei dir kaufen? Und warum andere es nicht mehr tun?

Mehr dazu, warum Sparen allein keine Strategie ist und was selbst fast fünf Milliarden Euro Schuldenverzicht bei Galeria nicht retten konnten, in meinem aktuellen Gastbeitrag bei FOCUS ONLINE >>>

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